Archiv: Januar, 2010

Hilfe, ich habe mich ausgesperrt! Oder: Die sysadmin Rolle eines SQL Servers wiederherstellen

1 Kommentar Freitag, 29. Januar 2010, 13:46

Sollte zwar nicht passieren, kann aber: Man löscht auf einem SQL Server den einzigen Benutzer mit der sysadmin Rolle. Oder es passiert eher durch Zufall in dem man einen Rechner in eine neue Domäne umzieht und dann keinen User mehr zur Verfügung hat der über sysadmin Rechte verfügt. Letzteres war neulich bei mir der Fall.

Aber es gibt eine Möglichkeit wie man wieder Zugriff auf seinen SQL erhält. Voraussetzung dafür ist natürlich administrativer Zugriff auf den Server selbst ;-) .

  1. Den Startparameter –m zum SQL Datenbankdienst hinzufügen um diese im Single User Mode zu starten (erfordert einen Neustart des Dienstes).
  2. Alle weiteren SQL Dienste stoppen.
  3. In einer Kommandozeile ‘sqlcmd.exe –E’ starten und folgende Befehle eingeben:
    create login [domain\useraccount] from windows;
    EXEC sp_addsrvrolemember ‘domain\user’,’sysadmin’

    Die Befehle müssen mit einem “go” bestätigt werden – erst dann werden sie auch ausgeführt.

  4. Startparameter –m wieder entfernen und Dienste neustarten.

Voilá, man hat wieder Vollzugriff auf seinen SQL Server. Kleine Anmerkung: Ich habe das ganze auf einem SQL Server 2008 durchgeführt, es sollte aber auch mit einem 2005er funktionieren.

Viele Grüße
Nils

Einrichten eines iSCSI Targets unter Windows Server 2008 (R2)

6 Kommentare Mittwoch, 20. Januar 2010, 15:12

Für den Betrieb eines Failover Cluster unter Windows Server 2008 benötigt man ein Storagesystem auf das alle Clusternodes gleichzeitig zugreifen können. Dies geht entweder per Serial Attached SCSI (SAS), Fibre Channel oder iSCSI. In Testumgebungen ist die Hardware ja eher etwas einfacher gestrikt und es bleibt eigentlich nur noch iSCSI als Möglichkeit. Leider bietet Windows Server 2008 (auch nicht R2) out-of-the-box keine Möglichkeit sich selbst als iSCSI Target anzubieten und man muss auf Dritthersteller zurückgreifen. Idealerweise gibt es aber einige Produkte die kostenlos (wenn auch dann in abgespeckten Versionen) angeboten werden – für Testumgebungen ideal!

Wie richtet man nun ein iSCSI Target in seiner Testumgebung ein. Durch den Blog Eintrag von Joachim Nassländer (http://www.nullsession.com/2009/06/17/a-guide-to-iscsi-target-software-for-windows/) bin ich auf das Produkt "StarWind” gestoßen. Dieses wird in einer Free Edition mit maximal 2TB Speicher (sollte reichen… ;-) ) und für maximal 2 Connections angeboten.

Die Installation wird typischerweise einfach durchgeklickert und benötigt keine besonderen Einstellungen. Zur Aktivierung der Software benötigt man eine Lizenzdatei, die man nach der Registrierung per Mail erhält. Wenn man sich nicht am Server anmelden kann, hat man die Hilfe Datei nicht gelesen. Denn darin steht der Standard-Benutzername und Passwort.

starwind_management_console

Danach einfach nur noch ein neues Target hinzufügen. Die Daten werden in einer virtuellen Festplatte abgelegt. Falls ein Cluster auf das Target zugreifen muss, sollte man nicht vergessen die mehrfachen Verbindungen zu aktivieren.

Fertig – Das war die Konfiguration des iSCSI Targets!

Und noch einfacher ist die Verbindung zum Target unter Windows Server 2008:

Über den iSCSI Initiator einfach den Hostnamen bzw. IP Adresse des Hosts angeben auf dem Starwind läuft, und schon werden alle Targets aufgelistet und automatisch eingerichtet.

iscsi_initiator 

Wie bei jeder anderen Festplatte auch: Ohne Partitionen und Dateisystem geht garnichts. Also zunächst über die Datenträgerverwaltung das Laufwerk online schalten, dann initialisieren und ein neues Volume erstellen. Danach sollte das ganze in etwa so aussehen:

disk_management1

Möchte man dieses Laufwerk in einem Cluster verwenden, muss das iSCSI Target natürlich auf beiden Hosts eingerichtet werden. Danach kann man es über den Failover Cluster Manager als Storage hinzufügen.

cluster_storage1 

Viele Grüße
Nils

Windows Server 2008 R2 Setup vermisst CD / DVD Treiber

Keine Kommentare Dienstag, 19. Januar 2010, 15:59

Als ich gerade beginnen wollte den ersten Server unserer neuen Testumgebung in Hyper-V aufzusetzen, schlug mir das Windows Setup direkt nach Starten folgende Fehlermeldung ins Gesicht:

ISO_missingdriver

Welches Laufwerk wird denn bitte vermisst? Das Setup wurde doch einwandfrei gestartet. Und das Medium ist direkt als ISO Image eingebunden.

Nach einigem hin und her (… und einigen Hinweisen im Netz die alle auf die gleiche Vermutung hinwiesen) stellte sich dann heraus, das ein Fehler im ISO Image vorliegen muss. Also das Image einfach noch mal neu auf den Server kopiert und siehe da: Alles läuft!

Der gleiche Fehler kann übrigens auch bei einem Windows 7 oder Windows Server 2008 Setup auftreten.

Viele Grüße
Nils

Eine Hauswand als Display

Keine Kommentare Freitag, 15. Januar 2010, 10:58

… würde ich benötigen wenn ich dem Hinweis nachkommen würde den ich vor ein paar Tagen von meinem Windows 7 erhalten habe.

display_benoetigt

Aber würde bestimmt gut aussehen… ;)

Viele Grüße
Nils

Windows 7 Downgrade (Ultimate zu Enterprise)

2 Kommentare Dienstag, 12. Januar 2010, 13:23

Aufgrund interner Firmenvorgaben (…und damit auch lizenztechnisch alles sauber ist) musste ich mein Notebook auf Windows 7 Enterprise umstellen. Dabei gab es verschiedene Möglichkeiten:

1. Vollständige Neuinstallation durch unseren Internen Service
2. Vollständige Neuinstallation durch mich
3. Die bestehende Windows 7 Ultimate Installation irgendwie in Windows 7 Enterprise umwandeln

Die ersten beiden Möglichkeiten sind mit sehr viel Aufwand verbunden, also musste irgendwie die dritte funktionieren. Offiziell wird wie bei Vista auch schon kein Downgrade auf eine andere Version unterstützt. Das heisst aber nicht, das es nicht funktioniert!

In der Registry müssen zuvor zwei Einträge angepasst werden:

Unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion

EditionID von “Ultimate” auf “Enterprise” ändern und

ProductName von “Windows 7 Ultimate” auf “Windows 7 Enterprise” ändern.

windows7version_registry

Danach einfach ein Windows 7 Enterprise Medium einlegen und ein Upgrade durchführen. Alle Einstellungen und Benutzerprofildaten werden sauber übernommen. Das einzige was zurückgesetzt wird, sind die am häufigsten aufgerufenen Programme im Startmenü (… aber das pendelt sich ja selbst wieder ein bzw. kann manuell gesetzt werden).

Ob ein Downgrade auch mit anderen Versionen funktioniert, habe ich bisher nicht getestet. Da sich die Ultimate und Enterprise Versionen nicht im Funktionsumfang unterscheiden stellt dieses aber auch die geringste Änderung am System dar.

Es wäre auch Möglichkeit gleichzeitig mit diesem Upgrade eine Umstellung vom Release Candidate (RC) auf die RTM Version durchführen. Dafür muss auf dem Installationsmedium lediglich die Datei “\sources\cversion.ini” ein wenig geändert werden:

“MinClient=7233.0” auf “MinClient=7100.0” ändern.

Aber Achtung: Keiner dieser beschrieben Vorgänge ist von Microsoft supported und wird auf eigene Gefahr durchgeführt!

Viele Grüße
Nils